Masuren in Polen – Radwege durch Paradies
Die West Masuren haben über 20 Radwege mit Gesamtlänge von knapp 1000 km anzubieten. Fast jeder Waldweg eignet sich wunderbar für einen Radausflug. Für Berge- oder Hügel-Liebhaber werden die Radwege von Wzgórza Dylewskie in der Nähe von Orneta und Morag empfohlen. Bezaubernde Waldschneise für diejenigen, die ihre Radfahrt mit Naturbeobachtung gerne verbinden, bietet die Region von Ostróda und Ilawa an.

Sehr beliebt ist die Radroute von Olsztynek nach Morag. Es ist eine zweitägige Tour, die ca. 80 km lang ist und fängt am Hauptbahnhof in Olsztynek an. In dieser Stadt gibt es das weltbekannte Museum der Volksarchitektur. Der grüne Fahrradweg T1 führt durch Lichtajny, Mielno und Stebark bis zu den Feldern von Grunwald (Grünfelde), wo es in 1410 eine Schlacht zwischen polnisch-litauischen Rittern und Kreuzrittern gegeben hat. Weiter geht es nach Frygnowo und Gietrzwald, wo die gründe Radtour zu Ende ist. Vor der Kirche aus XVIII Jh in Gietrzwald fängt die schwarze Route an, die durch Felder, Wiesen und kleine Dörfer nach Ostróda führt. Hier ist der erste Tag der Radwegtour beendet. Am nächsten Tag am Morgen kann man die Stadt Ostróda besuchen und noch am Vormittag die grüne Radroute beginnen. Der Weg führt diesmal nach Morag durch wunderschöne Wälder bis zu Zakatek Förster, dann gleich zwischen Hügel und Felder, durch das Dorf Rus weiter nach Morag führt die Route. In Morag auf dem Hauptbahnhof endet die Route. In der Stadt kann man zum Beispiel den berühmten Dohow Schloss besuchen, in dem laut Legende spukt oder die historische Peter und Paulus Kirche. Masuren in Polen bieten sichere Radwege, ohne großen Verkehr, denn die meisten Routen sind die Landstraßen.
Ein anderer, berühmter Radweg führt entlang des längstes polnisches Sees Jeziorak. Diese rote Tour ist 95 km lang und fängt am Hauptbahnhof in Ilawa an. In dieser Stadt kann man viele historische Sehenswürdigkeiten besuchen. Es gibt hier unter anderem eine Kirche aus dem XIV jh und ein Neo-Barocken Rathaus. Der Weg führt auf Asphaltstraßen durch Wälder und Dörfer mit bezaubernden Seelandschaften. Auf der Strecke gibt es sehr viele Sehenswürdigkeiten und interessante Plätzen. Man kann zum Beispiel in Dörfer Boreczno, Zalewo und Rabity gotische Kirchen von XIV Jh finden und in Jerzwald das Haus vom berühmten Schriftsteller Zbigniew Nienacki (der Autor von „Pan Samochodzik“) besuchen. Wenn das eine mehrtägige Tour sein soll, braucht man sich keine Sorgen um die Übernachtung zu machen, denn es gibt sehr viele Unterkünfte, die man in jedem Dorf findet. Die Radroute endet da wo man sie angefangen hat, also auf dem Hauptbahnhof in Ilawa.